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Die franco-schweizerische Künstlerin Chloé Lechat lebt in Berlin und entwickelt Projekte an der Schnittstelle von Oper, Theater und Musik. Ihre Arbeit widmet sich zeitgenössischen Erzählungen und gesellschaftlichen Fragestellungen und verbindet Dramaturgie, Schreiben und musikalische Präsenz zu eigenständigen Bühnenformen.

Nach einer Ausbildung im Klavier am Konservatorium von Rouen sowie Gesangsstudien absolvierte sie ihr Diplom im Bereich Regie – Veranstaltungstechnik an der École supérieure d’art dramatique des Théâtre national de Strasbourg.

Ihr Schreiben für die Oper wurde 2019 anerkannt, als ihr Librettoprojekt Les Sentinelles von Beaumarchais-SACD, La Chartreuse-CNES und dem französischen Kulturministerium gefördert wurde. Zwei Jahre später war sie Preisträgerin der Schreibkommission der Cité Internationale des Arts.

Als Regisseurin inszenierte sie La Traviata an der Opéra de Limoges und an der Opéra Grand Avignon, wo sie im Rahmen einer künstlerischen Residenz ebenfalls Les Folies amoureuses sowie Das Lied von der Erde (März 2026) inszenierte. Diese Arbeiten setzen ihre Auseinandersetzung mit Machtverhältnissen und sozialen Strukturen in narrativen Formen fort.

In der Saison 2023–2024 arbeitete sie mit dem Orchestre de chambre de Paris an der Cité de la musique an einem Projekt über die Komponistin Germaine Tailleferre. Im Herbst 2024 inszenierte sie ihr eigenes Opernlibretto Les Sentinelles (Musik: Clara Olivares) an der Opéra de Bordeaux, der Opéra de Limoges und an der Opéra Comique in Paris (April 2025).

Parallel dazu entwickelt sie ihre künstlerische Forschung zu den Beziehungen zwischen Musik, Körper und Schreiben in verschiedenen Laborformaten weiter, darunter die Masterclass „Opéra en création“ der Académie des Festival d’Aix-en-Provence (Leitung: Pascal Dusapin), das ENOA Opera & Writing Workshop am Dutch National Opera & Ballet sowie 2025 das Atelier Women Opera Makers unter der Leitung der Regisseurin Katie Mitchell.

Derzeit entwickelt sie neue Musiktheater- und Opernprojekte in Frankreich und Deutschland. Parallel zu ihrer künstlerischen Tätigkeit beschäftigt sie sich mit den Möglichkeiten künstlicher Intelligenz und digitaler Werkzeuge als Instrumente für Kreation, Organisation und die Entwicklung kultureller Projekte.

 


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